auf der Flucht – angekommen…

Mit Hip Hop in eine neues Leben starten
dance into a better life!

Machen wir uns nichts vor, die Heimat zu verlieren, bringt uns aus dem Gleichgewicht. Man kommt aus dem Takt, verliert das Gefühl für den eigenen Rhythmus – denn Deutschlands Herz schlägt anders als Afrika. Anders als Afrauensien. Anders als das der Heimat.

Meine Arbeit mit geflüchteten Frauen zeigt mir eines immer wieder: Es sind berührende Momente, in denen die Sprachlosigkeit der Freude an der Bewegung weicht. Den Beat eines kraftvollen HipHop-Songs versteht jeder Mensch, der hören kann. Worte sind oft zwecklos. Unwirksam. Unverständlich. Doch niemand bleibt unberührt von der eigenen Bewegung.

Hip Hop ist für viele ein leicht zugänglicher Einstieg in die Tanztherapie. Zunächst geben die Schrittfolgen Halt und Sicherheit, nach und nach werden die Bewegungen persönlicher, gefühlvoller, authentischer. Hier wird Hip Hop in ursprünglichen Sinne getanzt und gefühlt: Als nonverbaler Ausdruck aller möglichen Gefühle – nicht nur Ästhetik, sondern auch Wut. Nicht nur Lächeln, sondern auch Hilflosigkeit. Rebellion und Liebe. Die Kraft der Gruppe und Abgrenzung. Wir tanzen uns durch unsere Gefühlswelt, erproben neue Muster und landen schließlich dort, wo Heilung möglich ist: Bei uns selbst.

Mehr Informationen über das Projekt „Ankommen“:  Museum Fünf Kontinente, München

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.